Unternehmenskultur impliziert Sicherheitskultur –welche Verantwortung haben Führungskräfte?

Von Führung, Sicherheitskultur und Unternehmenskultur.

Als Führungskraft ist ein wichtiger Teil Ihrer Verantwortung, für die Sicherheit Ihrer Mitarbeiter zu sorgen. Mit der Safety Culture Ladder gelingt Ihnen das. Die Safety Culture Ladder (SCL) ist ein niederländischer Sicherheitsstandard und ein Zertifizierungssystem, mit dem die Arbeitssicherheitskultur in Organisationen entwickelt und bewertet werden kann. 

Erfahren Sie in unserem Blog-Artikel, wie Sie das Thema Arbeitssicherheit positiv beeinflussen können und es in Ihrer Unternehmenskultur erfolgreich implementieren.

Unternehmenskultur impliziert Sicherheitskultur –welche Verantwortung haben Führungskräfte?

Die Safety Culture Ladder (SCL) ist ein zertifizierungsfähiges Instrument der Geschäftsleitung, zur Förderung sicheren Verhaltens aller Mitarbeiter in allen Bereichen des Unternehmens und zu jeder Zeit.  Mit diesem Sicherheitsstandard können Unternehmen die Arbeitssicherheitskultur in ihrer Organisation entwickelt, weiterentwickeln und bewertet. 

Was macht eine Sicherheitskultur aus?

Wenn formale und rechtliche Mindeststandards im Unternehmen zum Thema Arbeitsschutz implementiert sind, kann Safety Culture Ladder die sicherheitsorientierte Unternehmenskultur weiter und merklich verbessern.  Dann halten sich Mitarbeiter nicht mehr an Arbeitsschutzregeln, weil sie es müssen oder der Chef gerade da ist. Sie halten sich an die Regeln, weil sie sicher arbeiten wollen. Kleiner Unterschied, große Wirkung!  

Arbeitsschutzkultur ist die Summe der Gewohnheiten eines Unternehmens. Bei diesem Thema haben alle Führungskräfte, insbesondere die Geschäftsleitung, eine entscheidende Rolle. Führungskräfte geben die Richtung vor und haben Verantwortung ihren Mitarbeitenden gegenüber.  

Sicherheitskultur und Unternehmenskultur – das sind klare Aufgabe der Unternehmensführung.

Denn wir Führungskräfte können das Thema Kultur nicht delegieren. Wir sind als Führungskräfte nicht nur mittendrin, sondern wir prägen die Kultur unseres Unternehmens – entscheidend.

Welche Rolle spielt die Safety Culture Ladder in der Unternehmensführung und für die Unternehmenskultur?

Die SCL ist ein Stufenmodell mit unterschiedlichen kulturellen Reifegraden der Organisation. Wie bei allen Kulturbewertungen weiß man, dass der Chef und seine Ansichten ein limitierender Faktor ist. Das Unternehmen kann kulturell nicht reifer sein, als es beispielsweise die Geschäftsleitung ist. Beispiel: Ist die Geschäftsleitung traditionell hierarchisch eingestellt, wird dieses Unternehmen keine New-Work-Kultur haben können. Denn diese ist von Transparenz, minimalen Hierarchien, Beteiligung und maximaler Entscheidungsfreiheit der Mitarbeiter geprägt. 

Was bedeutet das für uns Führungskräfte, die wir eine sichere Arbeitskultur für unser Unternehmen wünschen?  

1.      Wir können die Safety Culture Ladder nicht einfach an unsere Mitarbeitenden delegieren

2.      Wir müssen an uns arbeiten und zur Veränderung bereit sein, denn …

…  als Führungskräfte wirken wir immer. Besonders, wenn es um das Vorleben in verantwortungsrelevanten Bereichen geht.

 
Wir können nicht erwarten, dass Mitarbeitende allein unsere Unternehmenskultur leben, wenn wir sie selbst nicht fokussieren und zur Veränderung bereit sind. Für uns Führungskräfte sind Veränderungen relativ einfach, wenn wir sie delegieren können. Dies geht bei Projekten zur Kulturveränderung aber nicht.

Und das ist der Casus Knacksus: Projekte, bei denen wir unser eigenes Verhalten ändern müssen, fallen uns manchmal schwer.

Das Problem dabei: Führungskräfte geben die Richtung vor.
Sie kommunizieren die Unternehmenskultur, und zwar immer dann, …

-       … wenn wir etwas tun oder lassen.

-       … wenn wir entscheiden und welche Prioritäten wir setzen.

-       … wenn wir uns als Chef nicht an unsere eigenen Arbeitsschutzregeln halten.

-       … wenn wir Arbeitsschutztermine immer wieder verschieben, weil uns andere Themen wichtiger sind.

-       … wenn wir negativ über Arbeitsschutz sprechen: „Wenn es sein muss.“; „Arbeitsschutz ist lästig, kostet Zeit und Geld und ist überzogen.“.

-       … wenn wir uns über Arbeitsschutzregelungen lustig machen

-       … wenn wir positiv über Arbeitsschutz sprechen: „Ich will, dass wir hier sicher arbeiten.“; „Bei uns wird sicher gearbeitet oder gar nicht.“

-       … wenn wir Arbeitsschutzprojekte aktiv und für alle Mitarbeitenden sichtbar unterstützen.

-       … wenn wir Arbeitsschutz regelmäßig zum Thema machen.

-       … wenn wir Informationen zum Arbeitsschutz aktiv einfordern, z.B. die Zahl der Begehungen, Beinaheunfälle, usw.

-       … wenn wir uns ein gewisses Grundwissen zum Thema Arbeitsschutz erarbeiten, denn nur, wenn wir selber Bescheid wissen, können wir das an unsere Mitarbeitenden weitergeben.

 All diese Dinge lassen bei den anderen Führungskräften und Mitarbeitern Überzeugungen entstehen, wie wichtig uns das Thema Arbeitsschutz ist. Und danach werden sich die Mitarbeitenden in unseren Unternehmen richten. 

Als Führungskräfte sind wir Vorbilder und beweisen persönlich, dass Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und die Unternehmenskultur höchste Priorität ist. Wir haben Verantwortung unseren Mitarbeitenden gegenüber und können nur dann ein verantwortungsbewusstes Verhalten unserer Gegenüber erwarten, wenn mit diesen Themen ernsthaft und professionell um- und angehen.

Deshalb: Seien Sie sich Ihrer Wirkung bewusst. Das ist ein wichtiger Teil unserer Verantwortung für die Sicherheit unserer Mitarbeiter.

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