Entscheiden bei Ihnen die Mitarbeitenden immer noch selbst, ob sie KI nutzen (oder nicht)?

Warum die Nutzung von KI zum Top-Thema für Führungskräfte werden muss 

In vielen mittelständischen Unternehmen „passiert“ das Thema KI immer noch irgendwie. Es wird oft nicht proaktiv und systematisch vorangetrieben. Ob und wie KI genutzt wird, entscheiden Zufall, persönliches Interesse und oft auch das Alter. Kein Wunder: Die Entwicklung ist hochdynamisch, schwer zu durchschauen und massiv.  

Auch ecco unterscheidet sich da noch nicht von vielen anderen Unternehmen. Hier die systematischen KI-Power-User, die bereits merklich ihre Arbeit mit KI beschleunigen und dort Mitarbeitende für die KI maximal eine bessere Suchmaschine darstellt.  

„Immerhin“ könnte man sagen. Wenn die Entwicklung nicht so hochdynamisch, schwer zu durchschauen und massiv wäre.  

So weit, so klar: KI wird Dinge verändern 

Das Risiko wächst, dass gerade mittelständische Unternehmen den Anschluss verlieren und sich irgendwann Wettbewerbern gegenübersehen, die gleiche Leistungen zu erheblich geringeren Preisen anbieten oder gleich das ganze Geschäftsmodell in Frage stellen. 

Ob dies so kommt, hängt auch von der Branche ab. Während für Teile des Gesundheitswesens, Bau, Pflege geringere Wachstumssprünge erwartet werden, sieht es in anderen Branchen, wie IT, Software, Marketing, Finance oder Consulting schon heftiger aus. Aber auch viele branchenübergreifende Querschnittsleistungen, wie Call-Center, Sachbearbeitung oder Marketing werden betroffen sein. 

Den Nutzen für das Unternehmen erschließen 

Nun zurück zu meiner Frage: Ein Kundenmitarbeiter sagte zu mir, dass er sich mit dem Thema KI im Herbst beschäftigen wird, wenn er dazu Zeit fände.  

Diese Aussage habe ich schon mehrfach so gehört. Kann ein Mitarbeitender dies – insbesondere in einer KI-betroffenen Branche – selbst entscheiden? Oder ist diese Aussage nicht eher ein Zeichen dafür, dass es in diesem Unternehmen noch keinen systematischen Ansatz zur Beschäftigung mit dem Thema gibt? 

Fakt ist, dass die Bedeutung von KI für viele Unternehmen noch nicht voll absehbar ist – umso notwendiger brauchen wir eine kompetente Belegschaft, die Entwicklungen antizipiert und in der Lage ist, schnell und kompetent Anpassungsleistungen zu erbringen. 

Und überhaupt: Haben wir früher bei der Einführung von ERP-Systemen den Mitarbeitern die Wahl gelassen, ob und wann sie SAP & Co nutzen wollen? Mit Sicherheit nicht. Dafür war der Nutzen in Bezug auf Produktivität, Prozessqualität und Transparenz zu groß und die Gefahr existentieller Wettbewerbsnachteile auch. Alle betroffenen Mitarbeitenden mussten die Systeme nutzen.  

Warum sollte es bei KI anders sein? 

Opfer oder Gestalter 

KI ist ein massives Thema: Es beeinflusst Unternehmen auf operativer Ebene, insbesondere die Produktivität aber auch auf strategischer Ebene, wenn das eigene Geschäftsmodell betroffen ist.  

Unternehmensleitungen sollten daher das Thema nicht dem Zufall überlassen, sondern eine Entwicklungsstrategie für Ihren Betrieb erarbeiten und dabei möglichst viele Mitarbeitende intensiv einbinden und organisationales Lernen ermöglichen. Wozu auch gehört, dass möglichst viele Mitarbeitende KI gezielt nutzen. Das Thema ist zu komplex, um es einigen wenigen Personen mit zu wenig Zeit zu überlassen. 

Dabei wird es sicher zu Konflikten kommen. Denn es wird betroffene Mitarbeitende geben, deren Arbeit sich stark verändert oder im Extremfall nicht mehr benötigt wird. Dies ist nicht schön aber bei jeder technologischen Revolution zu beobachten. Unternehmen sollten diese Prozesse besser verantwortlich gestalten, statt zu Opfern der Entwicklung zu werden. 

Zurück zu ecco: Die Beratungsbranche wird massiv von KI betroffen sein. Teile unserer Leistungen wird in Zukunft die KI übernehmen. Teile unserer Leistungen werden wir mittels KI veredeln können, wenn wir es proaktiv und verantwortlich angehen. Für uns heißt das: Wir werden weiter massiv in Ausbildung investieren und alle Beraterinnen und Berater werden KI „erlernen“ und anwenden müssen. Das ist ein Führungsthema. 

Weil wir es für unsere Zukunft brauchen. 

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