Multiple Krisen - Wie sollen wir noch planen?

Warum Ergebnisziele immer unwichtiger und Entwicklungsziele immer wichtiger werden 

Die wirtschaftliche Lage ist mal wieder unklar – überrascht? Sicher nicht. Nach Corona, Ukraine-Krieg, dem Trumpschen Zollchaos, nun eben Iran-Krieg und Energiekrise. Das alles vor dem Hintergrund einer deutschen Wirtschaft im Stadium einer chronischen Struktur- und Reformkrise. 

Wieder einmal: Sehr viele CEOs, Geschäftsführer und Vorstände sind dabei zu rechnen: Welche Investition macht angesichts der aktuellen Risiken noch Sinn? Welche geplanten Einstellungen von Mitarbeitenden sollten erst einmal verschoben werden? Wieder zeigt sich: Wirtschaft ist Psychologie, und wenn alle dasselbe denken und tun, hat das einen Effekt. 

Entwicklungs- statt Ergebnisziele 

Die Veränderung und die Krise sind, oft zitiert, das neue Normal. Das heißt aber auch: Klassische Unternehmensplanung und -ziele verlieren an Bedeutung. Langfristige Ergebnisziele, also wie viel Umsatz, EBIT oder Marktanteil wir in x Jahren erzielen wollen, sind in vielen Branchen mit jeder Krise Schall und Rauch. Sie sind Ausdruck klassischen Management-Denkens.  

Neu in den Fokus rückt die Frage: Was müssen wir heute tun, damit wir morgen die nächste Krise überleben? Damit rücken sogenannte Entwicklungsziele stärker in den Vordergrund. 

Entwicklungsziele beziehen sich also auf den inneren Zustand eines Unternehmens, auf seine Leistungsfähigkeit und seine Resilienz. Diese Leistungsfähigkeit ist es, die es dem Unternehmen erst ermöglicht, Krisen zu überstehen oder Gelegenheiten zu nutzen. 

Weiche Themen mit großen Auswirkungen 

Entwicklungsziele beschäftigen sich mit Themen wie Führungskompetenz, Unternehmenskultur, Innovationsfähigkeit, Prozessexzellenz oder digitale Reife. Diese „weichen“ Themen werden mittlerweile als zentrale Treiber von Leistungsfähigkeit anerkannt.  

Allein das Thema Unternehmenskultur ist für signifikante Leistungsunterschiede von Unternehmen verantwortlich. Im Schnitt kann durch Kultur in Studien eine um 5-15% verbesserte Produktivität erklärt werden1. 

Stärkste Treiber sind dabei die Themen „Reaktionsfähigkeit auf Veränderungen“, „Engagement der Mitarbeitenden“ und „konsistente Regeln“.  

Ansätze für Entwicklungsziele 

Die Investition in eine leistungsorientierte Unternehmenskultur zahlt sich auf Dauer aus und kostet im Vergleich nicht viel. Sie bietet viele Ansätze für Verbesserungen. Ein wesentlicher Hebel dafür ist das Thema Führung. Die Verbesserung von professioneller Einstellung, Reflexionsfähigkeit, Verbindlichkeit, Wertschätzung, Integrität und zielgerichteter Kommunikation bietet viel Potential.  

Alles alte Hüte? Nun ja, viele Mitarbeitenden-Befragungen oder die klassische Gallup-Studien zeigen, dass noch viel Verbesserungspotential besteht. Der Weg ist nicht einfach, aber die Effekte auf die Leistungsfähigkeit und Resilienz können signifikant sein.  

Was werden Sie tun?  

 

1 Stellvertretend: CIPD / CEBMa (Barends & Rousseau, 2022)„Organisational Culture and Performance: Evidence Review“

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