Energiemanagementsystem nach ISO 50001

Der bewusste und konsequente Umgang mit Energie lohnt sich: 10 Milliarden Euro beträgt das Einsparpotenzial in der deutschen Industrie!

Seit August 2013 müssen auch Unternehmen, die von einer Reduktion der Ökosteuer Gebrauch machen möchten, ein Energiemanagementsystem nach DIN EN 50001 bzw. ein Energieaudit nach DIN EN 16247 (bei KMU) vorweisen. Hier stehen beachtliche Geldsummen auf dem Spiel. Ein Zertifikat ist aber nicht nur Selbstzweck, Managementsysteme entwickeln unternehmerische Strukturen und stellen einen zentralen Wettbewerbsfaktor dar!

Sie möchten prüfen, ob und welche Geldsummen für Sie auf dem Spiel stehen? Einen Quick-Check finden Sie hier.

Unsere Dienstleistungen:

  • Einführung eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001 bzw. Durchführung eines Energieaudits nach ISO 16247-1
  • Betreuung und Weiterentwicklung bestehender Energiemanagementsysteme
  • Durchführung interner Audits/ Begleitung externer Audits
  • Schulung Ihrer internen Auditoren
  • Beratung über Fördermöglichkeiten im Bereich Energiemanagement

Die überarbeitete Norm ISO 50001:2018 wurde am 21.08.2018 veröffentlicht und folgt der High Level Structure (HLS), welche eine Integration auf bestehende Managementsystemstandards ermöglicht. Hierbei wird eine Übergangsfrist von drei Jahren festgelegt. Unter anderem wurden die Anforderungen der Dokumentation von Energiedatenerfassung präzisiert und eine Harmonisierung der Definitionen mit anderen Normen aus der 5000er- Reihe (u.a. ISO 50006, ISO 50015) durchgeführt.

Die DAkks (Deutsche Akkreditierungstelle GmbH) muss innerhalb von sechs Monaten ab der Veröffentlichung in der Lage sein, Übergangsbewertungen für die neue Norm durchzuführen, damit Zertifizierungsgesellschaften ihre Akkreditierung umstellen können. Diese müssen innerhalb von 18 Monaten ab Datum der Veröffentlichung den Übergang auf die neue überarbeitete Norm abschließen.  Die dreijährige Übergangsfrist kann somit nicht vollständig ausgereizt werden, denn ab dem Zeitpunkt sind Audits (Erst-, Überwachungs-, und Rezertifizierungsaudits) einzustellen.

Wesentliche Änderungen der ISO 50001:2018

  • Anpassung der ISO an Managementsystemstandards, Aktualisierung eines Basistextes, gemeinsamen Begriffen und Definitionen, im Rahmen des High Level Structure (HLS) und damit ein hohes Maß an Kompatibilität mit anderen Normen 
  • Anpassung der ISO an Managementsystemstandards, Aktualiserung eines Basistextes, gemeinsamen Begriffen und Definitionen, im Rahmen des High Level Structure (HLS) und damit ein hohes Maß an Kompatibilität mit anderen Normen 
  • Stärkere Einbindung in die Unternehmensstrategie
  • Stärkere Betonung der Rolle der Führung und Verpflichtung 
  • Begriffe und Definitionen wurden aktualisiert:
    • Präzisierung der Definition von Energieleistungskennzahlen (EnPI) und
    • der energetischen Ausgangsbasis (EnB), für ein besseres Verständnis dieser Konzepte
    • Energetische Bewertung: Präzisierung des Prozesses in Bezug auf den signifikanten Energieeinsatz (SEU)
  • Normalisierung der EnPI(s): Liegen dem Unternehmen Daten vor, aus denen hervorgeht, dass sich relevante Variablen erheblich auf die energetische Leistung auswirken, muss die Organisation eine Normalisierung der EnPI(s) und der entsprechenden energetischen EnB(s) vornehmen, um Änderungen der energetischen Leistung vergleichbar zu machen.

 

Energieaudits und Energiebericht gemäß EDLG und ISO 16247

Wir arbeiten mit zertifizierten Energieauditoren zusammen welche mit uns die Energieaudits und sowie den Energiebericht gemäß EDLG und ISO 16247 für Sie erstellen!

Weitere Informationen:

Das Energieaudit ist ein wichtiges Instrument, um Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Reduzierung der Energiekosten festzustellen. Durch die Ermittlung, wo im Unternehmen wieviel Energie verbraucht wird, wird gleichzeitig erkennbar, an welchen Stellen Einsparpotenziale bestehen. Der wirtschaftliche Nutzen des Energieaudits ist daher nicht zu unterschätzen. Die wesentlichen Informationen sind dabei, welche Unternehmen betroffen sind, die Energieauditorenliste und die Voraussetzungen um ein Enegieauditoren verkörpern zu können, sowie die Anforderungen für die Durchführung von Energieaudits.

Betroffene Unternehmen

Betroffen sind alle Unternehmen, die kein kleines oder mittleres Unternehmen im Sinne der KMU- Empfehlung der EU sind. Diese Nicht- KMU sind verpflichtet, ein Energieaudit erstmals bis zum 5. Dezember 2015 und gerechnet vom Zeitpunkt des ersten Energieaudits alle vier Jahre ein weiteres durchzuführen

Von der Durchführung eines Energieaudits sind nach §8 EDL-G Unternehmen freigestellt, die entweder

1. ein Energiemanagementsystem nach der DIN EN ISO 50001 oder

2. ein validiertes Umweltmanagementsystem im Sinne der Verordnung (EG) Nr.       1221/ 2009

erfolgreich eingeführt haben.

 

Energieauditorenliste

Nach § 7 Abs. 3 EDL-G führt das BAFA eine öffentliche Liste mit Energieaudits durchführende Personen (Energieauditorenliste). Diese Personen haben die Möglichkeit, sich bereits im Vorfeld durch Überprüfung der Fachkunde vom BAFA für die Durchführung von Energieaudits nach dem EDL-G in die öffentliche Energieauditorenliste eintragen zu lassen. Dieses ist jedoch keine verpflichtende Voraussetzung, um Energieaudits nach dem EDL-G durchzuführen. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, die Fachkunde der Energieaudit durchführenden Person erst auf Anforderung des BAFA im Rahmen der Stichprobenkontrolle durch Vorlage entsprechender Unterlagen nachzuweisen.

Voraussetzung zur Zulassung

Für die Zulassung hat der Energieberater/ die Energieberaterin dem BAFA die Erfüllung folgender Anforderungen zu erklären und durch entsprechende Unterlagen nachzuweisen. Die Energieberater müssen die folgenden Voraussetzungen hinsichtlich Ihrer Ausbildung und Berufserfahrung erfüllen und nachweisen können:

1. Ausbildung:

Das Energiedienstleistungsgesetz setzt eine Ausbildung voraus, die mindestens dem Niveau 6 des Deutschen Qualifikationsrahmens entspricht.

  1. a)  Abschluss eines Hochschul- oder Fachhochschulstudiums in einer einschlägigen Fachrichtung der Ingenieur- oder Naturwissenschaften.
  2. b)  Staatlich geprüfter Techniker/staatlich geprüfte Technikerin in einer einschlägigen Fachrichtung. oder
  3. c)  Einen Meisterabschluss in einer einschlägigen Fachrichtung.
  4. das Unternehmen hersteller-, anbieter- und vertriebsneutral beraten und darf
  5. keine Provisionen oder sonstigen geldwerten Vorteile von einem Unternehmen fordern oder erhalten, das Produkte herstellt oder vertreibt oder Anlagen errichtet oder vermietet, die bei Energiesparinvestitionen im auditierten Unternehmen verwendet werden.

 

2. Berufserfahrung:

Eine mindestens dreijährige hauptberufliche Tätigkeit, bei der praxisbezogene Kenntnisse über die betriebliche Energieberatung erworben wurden.

3. Unabhängigkeit

Das Energieaudit ist in unabhängiger Weise durchzuführen. Dies folgt zum einen aus der in § 8a Absatz 1 Nummer 1 EDL-G in Bezug genommenen Norm DIN EN 16247-1, deren Nummern 4.1.3 und 4.1.4 Anforderungen an die Objektivität und Transparenz enthalten. Zudem stellt § 8b Absatz 2 EDL-G Anforderungen an die Unabhängigkeit der Durchführung des Energieaudits. Danach muss die das Energieaudit durchführende Person

Ausführliche Hinweise zur Registrierung von Energieaudits durchführenden Personen sind unter diesem Link zu finden.

 

Anforderungen an die Durchführung von Energieaudits

Die Anforderungen an Energieaudits sind in § 8a des EDL-G geregelt. Das Energieaudit muss nach § 8a Absatz 1 Nr. 1 EDL-G insbesondere den Anforderungen der DIN EN 16247-1 entsprechen.

Gemäß der DIN EN 16247-1 ist ein Energieaudit eine systematische Inspektion und Analyse des Energieeinsatzes und des Energieverbrauchs einer Anlage, eines Gebäudes, eines Systems oder einer Organisation mit dem Ziel, Energieflüsse und das Potenzial für Energieeffizienzverbesserungen zu identifizieren und über diese zu berichten.

Ihr Ansprechpartner bei ecco!

Wir beraten Sie gerne!

Meike Cordts
Telefon: +49 (0)441 77905 12
Mobil: +49 (0)1708380771
E-Mail: cordts@ecco.de