Strategieentwicklung

Wirksamkeit! Strategien verstehen

Viele Geschäftsführer kümmern sich zu wenig um das Thema „Strategie“. Sonntagsnachmittags, wenn sie mal von der Familie loskommen. Das funktioniert nicht, schon jetzt nicht und zukünftig wird es noch weniger funktionieren! Wir brauchen ein Frühwarnsystem, um Veränderungen zu bemerken. Wir müssen konsequent den Wandel gestalten.

„Wasch mich, aber mach mich nicht nass.“

Viele Strategien verlaufen im Sande, aus den unterschiedlichsten Gründen: die Führung versagt, ist nicht bereit, das „Neue“ wirklich umzusetzen, die Kommunikation funktioniert nicht oder es wurde versucht, etwas zu implementieren, was gerade „in“ ist. „Management by symbolic action“.

 

So macht ein Projekt oder Vorhaben nur wenig Sinn: geringe Wirksamkeit, Frust bei den Betroffenen und wenig Aussicht auf Verbesserung – das Thema ist dann oft verbrannt. Daher steht bei unseren Projekten die Frage nach den Zielen eines Projektes ganz am Anfang. Außerdem steht immer öfter eine Frage an die Unternehmensleitung im Vordergrund: „Sind Sie wirklich bereit, alles Notwendige zu veranlassen, damit das Projekt ein Erfolg wird?“ Das hilft, die Projektinhalte und vor allem den Einführungsprozess genau auf einen Aspekt zuzuschneiden: Wirksamkeit!

 

Eine ganze Anzahl unserer Kundenunternehmen weisen stolze Wachstumsraten auf und das ist auch gut so, das freut uns hier bei ecco.

Gesamtwirtschaftlich brauchen wir in einem gewissen Maße wachsende Unternehmen, um Schrumpfungsprozesse in reifen Branchen auszugleichen. Dies ist kein Plädoyer für ständiges, gesamtwirtschaftliches Wachstum. Das sehen wir als nachhaltigkeitsorientiertes Unternehmen naturgemäß kritisch. Aber oft fallen auch ganze Wirtschaftszweige weg, die Textilindustrie oder die Olympia-Werke sind dafür gute Beispiele. Das hat Joseph Schumpeter mal die „schöpferische Zerstörung“ genannt. Daher brauchen wir gesamtwirtschaftlich trotzdem innovative, waschsende Unternehmen.

Auch betriebswirtschaftlich – also aus Sicht des Einzelunternehmens – kann Wachstum Sinn machen. Effizienzgewinne durch größere Stückzahlen oder geringere Einkaufskosten sind Beispiele positiver Effekte.

Keinen Sinn macht das Wachstumsziel aber, wenn es als einzig seligmachendes Ziel die Handlungen eines Unternehmens zunehmend bestimmt. Dann wird es gefährlich. In der jüngsten Wirtschaftsgeschichte hat es einige Beispiele gegeben, wo die Gier nach Wachstum den Unternehmen und den mit ihnen verbundenen Kreisen (sog. Stakeholder) – also z.B. Investoren, Mitarbeiter oder Vertriebspartnern – massiv geschadet hat.

Gefährliches Wachstum – Beispiel VW

Und damit sind wir natürlich bei VW. Volkswagen hatte das offizielle Ziel, größter Auto-Hersteller der Welt zu werden. Werden sie jetzt aber nicht. Der Abgasskandal wird das verhindern. Und es gibt auch einen direkten Zusammenhang zwischen beiden Themen: ohne Abgasmanipulation hätten die Motoren 500 € mehr pro Auto gekostet. Bei der geringen Marge der betroffenen VW-Fahrzeuge hätte ein notwendiger Preisanstieg die Absatzzahlen beeinträchtigt.

Da in einem Konzern die unbedingte Zielerreichung über Ruhm und Karriereerfolg entscheidet, wurde das Wachstumsziel zur größten Gefahr für Volkswagen. Alles wurde diesem Ziel untergeordnet. Auch die Moral und erst recht die Umwelt. Der Preis für exzessives Wachstum ist hoch – er kann die Existenz des Unternehmens bedrohen. Es gibt weitere spannende Beispiele: Porsche verlor als ungemein erfolgreiches Unternehmen seine Unabhängigkeit an VW, als der Vorstand um Wendelin Wiedeking beschloss, Volkswagen zu kaufen. Wenn der Schwanz versucht mit dem Hund zu wedeln. Die deutsche Bank ist mit ihren extremen Wachstumszielen in kriminelle Machenschaften geschlittert und verliert den Anschluss.

Eigene Ziele hinterfragen

In reifen Märkten beispielsweise ist Wachstum nur mit hohem Einsatz möglich. Entweder entwickelt man ein innovativeres Geschäftsmodell beziehungsweise Produkt oder man muss sich Marktanteile kaufen: entweder durch Preisnachlässe oder den Kauf von Konkurrenten.

Auf der anderen Seite muss das Unternehmen auch in der Lage sein, dass Wachstum organisatorisch zu verkraften. Ist es das nicht, schlittert das Unternehmen mit jedem Wachstumsschub stärker in die Ineffizienz, weil Kommunikation und Prozesse nicht mehr klappen. Ich habe das bei einem früheren Arbeitgeber selbst miterleben dürfen.

Es sollte daher jedes Unternehmen für sich prüfen, welche Ziele betriebswirtschaftlichen Sinn machen und welchen Preis man dafür zahlen will oder kann. Wachstum ist kein Selbstzweck und oft kein sinnvolles Ziel. Es ist höchstens das Ergebnis guter unternehmerischer Arbeit.

Es gibt interessante Methoden und Tools, um sich als Unternehmer über die eigenen Unternehmensziele klar zu werden und diese zu bewerten. Fragen Sie uns doch mal.

 

Christian Tönne

 

Aus <https://eccounternehmensberatung.wordpress.com/2016/04/26/wachstum-ist-nicht-immer-ein-sinnvolles-unternehmensziel/>

Bernd Schröder, Geschäftsführer, Broetje-Automation:

„Alle unsere Mitarbeiter über die zukünftige strategische Ausrichtung von BRÖTJE-Automation zu informieren und daran direkt zu beteiligen, ist uns ein wichtiges Anliegen. Die Wahl der innovativen Veranstaltungsform als Informations-"Markt" ist ein Novum. Dank der professionellen Unterstützung durch ecco bei der Konzeption, Planung und Durchführung, konnte binnen kürzester Zeit eine von allen Beteiligten als „einmalig“ empfundene Veranstaltung mit sehr großer Signalwirkung umgesetzt  werden.“

  • Broetje-Automation GmbH: Strategietour und Strategiemarkt
  • Harfe Oldenburg: Organisationsentwicklung
  • SWMS Systemtechnik Ingenieurgesellschaft mbH: Strategieentwicklung
  • Bfe Oldenburg: Entwicklung einer Marketingstrategie
  • Remmers GmbH: Leitbildentwicklung

Ihr Ansprechpartner bei ecco!

Wir beraten Sie gerne!

Christian Tönne
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