Im Westen etwas Neues?

Digitalisierung – ein großes Wort. Wird nun alles neu, alles anders? Nein! Aber einige Dinge werden existenziell wichtig! Dinge wie: Wie begeistere ich die Generation der „digital natives“ für mein Unternehmen? Wie transformieren wir das Führungsverhalten unserer Manager? Wie gestalten wir den Wandel unseres Geschäftsmodells? Wie gestalten wir den internen Wandel? Wie schaffen wir Verantwortungsträger es, digital zu denken? Wie bleiben wir menschlich?

Führung und Strategie sind überlebenswichtig! Wir brauchen ein Frühwarnsystem, um Veränderungen zu bemerken. Wir müssen konsequent den Wandel gestalten. Wir müssen anders Strategie anders umsetzen! Viele kleine Schritte statt der großen Investition und des großen Ansatzes. Wider dem großen Business Plan, stehen wir vor der Herausforderung, den ständigen Wandel zu organisieren, zu probieren und zu ertragen. 

Digitalisierung ist – bei allen absehbaren technischen Trends – immer noch eine große Wundertüte. Bei aller Komplexität und Unklarheit lassen sich einige Dinge beobachten:

  • Digitalisierung oder Industrie 4.0 oder welchen Namen das Kind auch immer trägt: zunehmend haben wir damit zu kämpfen, unseren Weg in der Fülle der Möglichkeiten zu finden. Vorhersagen, große Pläne, Marktforschungen haben einen schweren Stand. „Weit gefehlt“ dürfen sich auch die Wahlforscher in den USA gedacht haben. Es hilft also nur: herantasten, ausprobieren, reflektieren, Informationen selektieren. Das Segeln-auf Sicht ersetzt die großen langfristig angelegten Pläne. Führungskräfte haben also mehr denn je die Verantwortung, ihr Unternehmen agil zu führen und das für das Unternehmen passende Konzept zu entwickeln. Effiziente Führung trifft auf Kooperation und Vernetzung, auf Mut zum Ausprobieren und zum Scheitern und auf ergebnisoffene Prozesse.
  • Dabei rückt das Führen von Informationen zunehmend in den Vordergrund und ergänzt die personale Führung. Die neuen Medien bieten die technischen Möglichkeiten aber auch die Herausforderungen, personale Führung und Wertschätzung beizubehalten. Es gibt dazu einige Hygienefaktoren wie funktionierende Technik sowie das Knowhow der Mitarbeitenden hinsichtlich dieser Techniken, um Informationen zu managen. Der eigentliche Knackpunkt wird die nicht fachlich-technische Kompetenz der Führungskraft sein. Die Führungskraft ist Dienstleister für ihre Mitarbeitenden und sorgt für (entspannte) Rahmenbedingungen für mitdenkende, reflektierende und mutige Mitarbeitende.
  • Ok, darauf kann man sich einstellen, wenn da nicht auch noch die differenzierenden Anforderungen der Mitarbeitenden wären. Der eine wünscht sich feste Regeln und klare Ansagen, der andere braucht seinen Freiraum, wieder ein anderer ist auf Karriere fokussiert und der nächste möchte ein optimales Gleichgewicht zwischen Arbeit und Leben. Keine Führungskraft kann dies alles im Blick behalten und darum wird es zunehmend wichtiger werden, dass Mitarbeitende dazu geführt werden, ihre Wünsche äußern.

Also liebe Führungskräfte, was ist zu tun?

  • Entwickeln Sie sich weiter. Wenn Sie es nicht schon sind, werden Sie mutiger, stellen Sie den Status Quo in Frage und haben Sie keine Angst vorm Scheitern und vor allem vertrauen Sie auf Ihre guten Leute! Sie müssen nicht alles selber machen.
  • Setzen Sie sich mit der Technik auseinander. Es nützt nichts, wenn Sie junge Menschen im Unternehmen haben, die in diesem Themengebiet fit sind. Sie müssen ja nicht alles selber machen, solltet aber im Bilde und gut informiert sein. Etablieren Sie ein gegenseitiges Mentoring zwischen Jung und Alt. Nutzen Sie mutig die neuen Technologien und bewahren Sie trotzdem professionelle Distanz wo nötig.
  • Verlieren Sie bei allen Wirbel um das Management von Informationen Ihre wertvollen Mitarbeiter nicht aus dem Auge. Investieren Sie in die Fähigkeit eurer Leute, selbstorganisiert und mutig zu handeln. Sie brauchen Menschen, die den Mund aufmachen, die Bestehendes in Frage stellen und die wachsam und achtsam sind! Dafür benötigen sie Freiräume aber auch Rahmenbedingungen!
  • Lassen Sie sich nicht verrückt machen von den Medien, die Schlagzeilen könnten teilweise unterschiedlicher nicht sein. Nehmen Sie sich die Zeit und reflektieren Sie mit Ihrem Team regelmäßig die Bedeutung des Themas Digitalisierung für Ihr Geschäft. Stärken Sie Stärken und seien Sie ehrlich, wenn es um die Schwächen geht.

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Christian Tönne
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